An Leopold Schefer, Dichter und Schriftsteller zu Muskau erinnerte bislang
auf dem Friedhof an der Jakobskirche nur ein schmuckloser Stein.
Blumen für Leopold Schefer, 30. Juli 2006
Im Hintergrund seine Villa
Ein weiteres Grab findet bei Besuchern größeres Interesse.
Es ist auch meist mit Blumen geschmückt. Und auch Staatsgäste finden hierher eher ihren Weg.
An Machbuba(abbessinisch:"die Goldene") erinnert ein Grabmal auf dem alten Friedhof bei der Jakobskirche in Bad Muskau.

Im Sterberegister der Stadtkirche Muskau des Jahres 1840 unter Nr. 51 steht geschrieben:
"Am 27. Oktober, mittags gegen 12 Uhr, starb auf hiesigem fürstl. Schlosse eine Abyssinische Jungfrau, namen Machbuba, welche der Fürst Hermann von Pückler-Muskau von seinen Reisen in den Orient und Namentlich Egypten mitgebracht hatte. Sie war wohnständig im hohen Gebirge Abyssinien's, an den Quellen des Nils geboren. Als Tochter eines königlichen Beamten des Hofes eines Landes geriet sie in Sklaverei während eines Krieges mit ihrem Nachbarvolk. Ihre Eltern und sechs ihrer Brüder von Feinden getötet, wurde sie mit ihrer Schwester zuerst nach Gondar gebracht. Von da ward die Machbuba nach Sudan geführt, wo sie der Fürst in einem Alter von etwa elf Jahren an sich kaufte und mit sich hierher nahm. Sie verstarb im Alter von 16 Jahren an Auszehrung. Begräbnis den 29. Oktober, abends 7 Uhr durch die Knappschaft mit Fackeln und Lampions auf dem Stadtkirchhof durch Superintendent Petzold."
Die Einwohnerschaft, sowie viele Hergekommene hatten sich im nächtlichen Dunkel versammelt, um Zeuge der Beerdigung zu sein. Der Leichenzug bewegte sich aus dem Schloßhofe über den Markt entlang zum Friedhof. Bergleute des Alaunbergwerkes waren Träger des Sarges und gaben das Geleit. Sodann folgten die Geistlichen der Stadt, die Ärzte, die Dienerinnen, Beamte und viele Bürger. Die Grabstätte, ein einfacher Erdhügel mit einem einfachen Holzkreuz bezeichnet, wurde 1887 von Muskauer Bürgern durch einen "Cementierten" Hügel ersetzt, sowie es auch 1993 erfolgte.

Gedenken heute


Schloß Muskau

Das Schloß im Muskauer Park - Juli 2006
Muskau in früheren Zeiten


Das Wohnhaus des Dichters Leopold Schefer, bezogen 1831

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